Gedenken an mein Meerschweinchen Struppi

Auch, wenn es nur ein Tier war, ich hatte ihn trotzdem sehr lieb und mochte ihn über alles. Er war eine süße Rosette und grade mal anderthalb Jahre alt. Als ich heute von meinem Freund erfahren habe, dass er echt tod ist, da konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Es tat zu sehr weh, aber ich hatte es schon gehant. Ihm ging es am vorigen Tag so schlecht. Die ganze Woche hatte ich versucht, ihn wieder aufzupeppeln, bin von einem Tierartz zum nächsten gerannt und wollt sein Leben retten. Leider hat letzendlich nichts geholfen, keine Bemühungen und ich mache mir jetzt Selbstvorwürfe, dass ich zu spät zum Tierartz gegangen wäre und wenn ich früher gegangen wäre, hätte man ihn vielleicht noch retten können. Er hatte nämlich nichts mehr gefressen, war total abgemagert und mit seinen Zähnen war etwas nicht in Ordnung. Doch es kam raus, dass er angeblich Holzsplitter in den Zähnen hätte und er es wahrscheinlich nicht mehr lange überleben würde. Die Tierärtzin konnte sie nicht heraus holen und ich wusste nicht mehr weiter. Ich hatte mich bei einen anderen Tieratz erkundigt und hatte ihn da vorgestellt und das 3 verschiedenen Tierärzten. Keiner konnte mir was gutes sagen, doch ich gab die Hoffnung nicht auf und fütterte ihn mit Zwangsernährung weiter, damit er überhaupt was im Magen bekommt. Gestern früh fraß er noch von selber, doch auf einmal verschlechterte sich sein Zustand rapidar. Er wollte zwar noch fressen, aber er konnte nicht und gestern war ich zum letzten Mal beim Tierartz, aber der konnte mir wider nichts gutes sagen und da hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben. Zu Hause versuchte ich, dass bestmöglichste noch zu machen, um ihn zu retten, doch er war total schwach und konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Er tat mir so leid und da wusste ich, dass er es nicht mehr schaffen wird, dass es zu spät war. Mein Freund wollte mich zwar noch aufmuntern, dass er ihn wieder hoch gepeppelt bekommt und so, doch daran glaubte ich nicht. Heute musste ich zu einem Fest und mein Meerschweinchen war noch bei ihm, weil er sich um ihn kümmern wollte. Nachmittags, bevor er zum Fest kam, fuhr er noch mal nach Hause, um die Tiere zu füttern und dann sah er es. Ich rief ihn an, weil ich mit ihm noch was klären wollte, hatte aber auch ein ganz schlechtes Gefühl wegen Struppi, ich konnte es mir schon denken, wollte es aber nicht hören. Doch er sagte es mir und das mitten auf dem Fest, aber es bekam einglück niemand mit. Ich war sowas von traurig und wütend, dass ich nichts mehr für ihn tun konnte und er es doch nicht geschafft hatte. Es tat so, weil er noch so jung war und ich es ungerecht finde, dass er schon sterben musste. Einglück habe ich noch ein anderes viel älteres Meerschweinchen, was mir jetzt noch Kraft gibt. Abends bin ich dann mit meinem Freund zu ihm, um mein Meerschweinchen zu holen und anschließend ihn im Garten meiner Großeltern zu beerdigen. Ich wollte erst gar nicht in seine Wohung und ihn da tod liegen sehen. Ich konnte nicht und habe Rotz und Wasser geheult. Mein Freund packte ihn dann in einen Karton den ich mit gebracht habe und zog mich zu sich, um mich nochmal von ihm zu verabschieden. Doch ich konnte es nicht und wollte ihn  auch nicht sehen, aber letzendlich guckte ich doch hin und musste nur noch mehr weinen. Er wickelte ihn dann noch in zeitungspapier ein und schloss den Karton. Ich saß dann noch eine Weile auf dem Bett, den Karton an mir gezogen und weinte. Ich wollte ihn nicht gehen lassen, wollte ihn nicht los lassen und konnte immer noch nicht glauben, dass er tod ist. Ich hoffte so sehr, dass er sich noch bewegen und leben würde, doch das tat er nicht. Wir fuhren dann in den Garten und meine Oma holte gleich eine Schippe, um ein Loch zu graben. Allmählich musste ich mich damit abfinden und hörte auch schon fast auf zu weinen, doch es tat trotzdem weh, ihn gehen zu lassen und ihn ins das Loch zu stellen. Doch ich musste Abschied nehmen und das tat ich auch. Ich steckte ihn dann noch eine schöne Blume in sein Grab und morgen komme ich wider, um ihn zu besuchen und mich zu verabschieden. Ich vermisse ihn noch sehr, doch ändern kann ich es leider nicht mehr und muss mich damit abfinden